Dienstag, 27. März 2012

Gedanken

Schreibe hier meine Gedanken nieder, das entsprechende Datum des Eintrags steht im fett oben drüber.

27.03.2012
Noch 9 Tage bis zur Abreise.

Die Endphase läuft. Jetzt habe ich schon von Streiks an spanischen Flughäfen gehört. Hoffentlich betrifft das nicht Bilbao! 
Gepackt ist alles, ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, die Kamera muss eingepackt, die Akkus aufgeladen und der Personalausweis darf nicht vergessen werden.
Ich bin mehr als "caminoreif" und sehen mich nach Ruhe und Frieden, den ich ganz sicher dort finden werde. Raus aus dem Chaos und dem Lärm, den Verpflichtungen, den dummen Sprüchen und schlecht gelaunten Kollegen (nein, nicht IHR). Raus aus dem Trott der krank macht. 
Ich bin sicher, dass ich in Spanien gut schlafen kann und ob das wohl nur und ausschließlich an den Strapazen des Weges liegt, wage ich zu bezweifeln. 

 
05.03.2012
Noch 4,5 Wochen bis zur Abreise.
So langsam werde ich wirklich nervös! Fast alles ist eingekauft, ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, das ist kein Problem. 
Viel mehr Sorgen bereitet mir die Tatsache, dass der Bus vom Flughafen nach Logrono zu den unmöglichsten Zeiten fährt, entweder nicht  zu erreichen, weil wir erst um 14.00 Uhr landen oder schrecklich spät, so dass wir erst gegen 21.30 Uhr in Logrono ankommen. 
Das macht mich nervös. Ob das jetzt so eine Art "Prüfung" ist, dass ich mich in Geduld fassen soll und darauf hoffe, dass alles gut geht? Die Alternativen Zug und Mietwagen sind noch nicht ganz aus dem Rennen, ich hoffe noch auf eine Erleuchtung :-)
Gestern habe ich dann das erste mal eine längere Wanderung mit dem neuen Rucksack unternommen. War richtig schön, das Wetter zum wandern hervorragend und heute tut mir nix weh, obwohl ich den Rucksack mit ca. 8 kg schon reichlich gefüllt hatte. Die Schuhe sind auch sehr bequem - der Camino kann losgehen.


27.02.2012
Noch 6 Wochen bis zur Abreise. 

Vorgestern ist eine mail des Veranstalters eingegangen mit dem Hinweis, dass sich die Flugzeiten verändert haben. Ich muss also dort anrufen, so wie es aussieht ist der Flug nun 20 Minuten früher, das ist kein Problem.

Einen neuen Rucksack habe ich mir auch bestellt. Der alte Rucksack ist zwar noch ok, aber halt nicht besonders stabil. Es gab ein günstiges Angebot, da habe ich zugeschlagen. Hoffentlich kommt der bald an damit ich noch ein wenig damit trainieren kann.

Die Aufregung steigt. Ich werde nervös, nein - eigentlich bin ich ja schon die ganze Zeit nervös. Aber ich werde nervöser *lach*

Meinen Pilgerpass habe ich mir heute früh noch einmal angeschaut. Der letzte Stempel ist von Dona Felisa in Logrono. Erinnerungen an Gerüche, Erlebnisse, Menschen sind damit verbunden. Ich glaube niemand, der nicht dort war, kann annähernd verstehen was ich meine. Das ist schade, denn so kann man sich fast gar nicht mit anderen austauschen über das was einen bewegt.

Meine Freundin wird es kennen lernen, darauf freue ich mich. Ich möchte erleben wie sie den Camino erfährt, ob er die selben Gefühle in ihr hervor ruft wie bei mir? Möchte mit ihr lachen, weinen, reden, schweigen. Wie werden wir beide die Strapazen meistern? Wo werden wir schlafen? Wen werden wir treffen?

Boah.... ich wüde am liebsten JETZT los gehen. 

02.02.2012
Noch 9 Wochen bis zur Abreise.

Ich plane und plane und komme doch keinen Schritt weiter. Das ist nicht schön, nervt mich - ich durchsuche das Netz nach Busfahrplänen (die,wie ich erfahren durfte, erst 4 Wochen im voraus einzusehen sind) um dann schon vorab genervt fest zu stellen, dass Busse an Gründonnerstag nur eingeschränkt oder gar nicht fahren.

Ein Leihwagen ist im Gespräch, meine Freundin (einen ganz dicken *knuddler* an dieser Stelle an Marion) ist angetn von dieser Idee, also werden wir - wenn alle Stricke reißen auf diese Option zurück greifen. Damit wir wenigstens am Anreisetag noch ein wenig die Stadt anschauen können, bzw. in Ruhe was essen, das Hotel beziehen und uns nicht so abhetzen müssen.

Ansonsten geht es mir gut, ich bin voller Vorfreude, ich sprühe manchmal über vor Freude, möchte allen mitteilen, dass ich bald wieder unterwegs bin. Schade nur, dass viele gar nicht verstehen wovon ich rede.

Wer es nicht selbst erlebt hat, dem wird das Camino-Feeling für immer verborgen bleiben. Das kann man nicht beschreiben. Ich weiß genau, mit dem Schritt in den Flieger wird sich dieses Gefühl wieder bei mir einstellen... das richtige Gefühl.... das Ende der Vorfreude... dann ist es TATSACHE.... es PASSIERT dann endlich!

Zu den Vorbreitungen gehört für mich jetzt auch noch mehr die körperliche Fitness. Gestern war ich deshalb das erste Mal im auserwählten Studio und habe dort die Cardiogeräte gequält. Am Samstag - wenn alles glatt geht und sich die gefühlte Erkältung als keine herausstellt - werde ich zwei Kurse mitmachen, bisschen zur Musik hopsen und mich auspowern.

Ab März werde ich Wanderungen mit gepacktem Rucksack unternehmen und so versuchen mich an das Gewicht zu gewöhnen.

Habe auch schon Sachen raus gelegt. T-Shirts die ich mitnehmen möchte und andere Kleinigkeiten.

Ja, man könnte sagen ich bin aufgeregt :-)



13.01.2012
Noch 11 Wochen bis zur Abreise.

Komisch irgendwie habe ich in den letzten Tagen das Gefühl ich würde auch in diesem Jahr wieder alleine fliegen müssen. Frag mich einer wieso, ich weiß es nicht.

Ich hoffe sehr, dass meine Bedenken einfach nur Quatsch sind... ich mache mir wahrscheinlich zuviele Gedanken.

Ich kann es auch nicht richtig begründen. Na mal sehen was daraus wird,.

Gestern war ich mal wieder laufen, es hat gut getan und das war das erste Training für den Weg.  Am Wochenende will ich auch noch ein paar km walken gehen in den neuen Wanderschuhen - bis jetzt sind die super bequem, habe sie aber nur auf der Arbeit getragen und mal abends zum einkaufen :-)

Der nächste Schritt ist dann mit gepacktem (schweren) Rucksack zu wandern. Das habe ich letztes Mal auch gemacht, es hat mir doch sehr geholfen, dieses Gewicht - auch wenn es "nur" 8 kg sind, ist nicht zu unterschätzen und nach 20-25 km weiß man ziemlich genau was man da mit sich rumschleppt..

Ich bleibe am Ball und wenn ich wirklichh alleine nach Spanien fliege , dann soll es wohl so sein.

11.01.2012
Noch 11 Wochen bis zur Abreise.

Ich weiß auch nicht, hundert Gedanken imKopf und doch keiner klar. Alles im Umbruch, die Ausrüstung wird zusammen gelegt, wieder verworfen, wieder raus gelegt.

Es ist eine schwierige Zeit.... momentan keine richtige Vorfreude. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich alleine freuen muss.

Ok, ich gehe ja nicht alleine, aber meine Mitpilgerin ist "nur" per mail oder Telefon zu erreichen, wir wohnen zu weit auseinander. Leider.

Das Umfeld - ich denke viele die den Weg gegangen sind kennen das - ist eher zurück haltend und oft schlägt mir Unverständnis entgegen und wenn ich Glück habe ergattere ich ein mitleidiges Lächeln. Die wenigen, die sich dafür interessieren sehe und spreche ich viel zu selten, es gibt sie, das weiß ich!

Also bin ich mit meinen Emotionen, meinen Gedanken alleine. Das schmerzt ein wenig.

Aber so ist es wohl, das ist MEIN Weg und ich werde ihn gehen - egal wie und was.

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